Chronische Erkrankungen

Bluthochdruck

Bluthochdruck tut nicht weh. Er meldet sich meist erst, wenn er über Jahre Schaden angerichtet hat. Deshalb kommt es hier auf regelmäßige Kontrolle an, nicht auf einen einzelnen Wert.

Bluthochdruck tut nicht weh. Er meldet sich meist erst, wenn er über Jahre Schaden angerichtet hat. Deshalb kommt es hier auf regelmäßige Kontrolle an, nicht auf einen einzelnen Wert.

Strukturierte Behandlung

Wir behandeln Bluthochdruck strukturiert: mit festen Kontrollterminen und einem Blick auf die Entwicklung über längere Zeit. Ein einzelner hoher Wert sagt wenig, der Verlauf sagt viel.

Zur Behandlung gehört mehr als ein Rezept. Was Sie selbst tun können und was medikamentös sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam und passen es an, wenn sich etwas ändert.

Richtig messen, richtig einordnen

Auf dieser Webseite gibt es eine kostenlose Blutdruck-Einordnung. Sie ordnet einen gemessenen Wert nach der aktuellen Leitlinie ein und erklärt, worauf es beim Messen zu Hause ankommt. Falsch gemessen ist ein Wert wenig wert.

Sie stellt keine Diagnose und empfiehlt kein Medikament. Alle Eingaben bleiben in Ihrem Browser.

Zur Blutdruck-Einordnung

Was Ihr Wert bedeutet

Die häufigste Frage in der Sprechstunde lautet: Ist 140 zu 90 noch normal? Die Einordnung ist in Deutschland einheitlich geregelt. Diese Tabelle gilt für Werte, die in der Praxis gemessen wurden.

Einordnung nach der Nationalen VersorgungsLeitlinie Hypertonie. Maßgeblich ist immer der höhere der beiden Werte.
StufeWerte in mmHgWas das heißt
Niedriger Blutdruckunter 100 zu 60Entscheidend sind die Beschwerden, nicht die Zahl. Wer sich damit wohlfühlt, ist nicht krank.
Optimalunter 120 zu 80Der Bestwert für Herz und Gefäße.
Normal120 bis 129 zu 80 bis 84Völlig unauffällig. Alle ein bis zwei Jahre kontrollieren.
Hochnormal130 bis 139 zu 85 bis 89Noch kein Bluthochdruck, aber der Bereich, aus dem sich häufig einer entwickelt.
Bluthochdruck Grad 1140 bis 159 zu 90 bis 99Ab hier spricht man von Bluthochdruck. Eine einzelne Messung genügt dafür nicht.
Bluthochdruck Grad 2160 bis 179 zu 100 bis 109Deutlich erhöht. Bitte zeitnah einen Termin zur Abklärung vereinbaren.
Bluthochdruck Grad 3180 zu 110 und darüberBitte rasch ärztlich abklären lassen.

Zu Hause gemessene Werte liegen an der Diagnoseschwelle etwa 5 mmHg niedriger als in der Praxis, weil die Aufregung fehlt. Die Grenze zum Bluthochdruck liegt zu Hause deshalb bei 135 zu 85 statt bei 140 zu 90. Die Blutdruck-Einordnung auf dieser Webseite rechnet das für Sie um, wenn Sie den Messort angeben.

Grundlage: Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie, Version 1.0 vom 29.06.2023, herausgegeben von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und AWMF. Die Kategorien stammen aus der ESC/ESH-Leitlinie 2018.

Ein Wert ist kein Befund

Für die Feststellung eines Bluthochdrucks genügt eine einzelne Messung nicht. Aussagekräftig wird es, wenn Sie über sieben Tage morgens und abends messen und die Werte notieren. Bringen Sie die Liste zum Termin mit, daraus ergibt sich ein belastbares Bild.

Ein Blutdruck-Tagebuch zum Ausdrucken finden Sie in der Blutdruck-Einordnung. Wer lieber auf Papier notiert, bekommt es auch bei uns an der Anmeldung.

Weitere Leistungen

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Was für Sie persönlich sinnvoll ist, lässt sich nicht auf einer Webseite klären. Dafür ist das Gespräch da.